Die Krypto-Börse Coinbase wurde von der Zentralbank von Irland mit 21,5 Millionen Euro bestraft, weil sie zwischen 2021 und 2025 gegen Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) und der Terrorismusfinanzierung (CFT) verstoßen hat. Die Durchsetzungsmaßnahme erfolgte, nachdem festgestellt wurde, dass Coinbase Europe mehr als 30 Millionen Transaktionen nicht ordnungsgemäß überwacht hat, wobei diese Mängel einen Transaktionswert von über 176 Milliarden Euro betrafen – was etwa 31 % der Aktivitäten von Coinbase Europe im betroffenen Zeitraum ausmachte.
Zu den Hauptversäumnissen gehörte die Unfähigkeit von Coinbase, wirksame interne Richtlinien, Kontrollen und Verfahren zu etablieren, um Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung über ihre Plattform zu erkennen und zu verhindern. Es gab auch erhebliche Mängel im Aufbau ihres Transaktionsüberwachungssystems und Verzögerungen bei der Identifizierung und Meldung verdächtiger Aktivitäten an die Behörden. Coinbase benötigte fast drei Jahre, um die Überprüfung der betroffenen Transaktionen abzuschließen. Die anschließende Überwachung führte zur Einreichung von Tausenden von Berichten über verdächtige Transaktionen, die mit Verbrechen wie Betrug, Drogenhandel, Cyberangriffen und Kinderausbeutung in Verbindung standen.
Die Zentralbank unterstrich, dass die technischen Merkmale und die grenzüberschreitende Natur von Krypto robuste Überwachungsmaßnahmen erforderlich machen, da diese Merkmale für kriminelle Akteure attraktiv sind. Die Unfähigkeit, eine ordnungsgemäße Transaktionsüberwachung aufrechtzuerhalten, untergräbt laut der Bank die Bemühungen, Finanzkriminalität zu erkennen und zu stoppen. Coinbase Europe hat diese Verstöße eingeräumt und dem Bußgeld im Rahmen eines Vergleichs zugestimmt. Die Strafe ist eine der höchsten, die im irischen Finanzsektor für AML-Fehler verhängt wurde, und hebt die zunehmende regulatorische Kontrolle über Krypto-Unternehmen in Europa hervor.
