Der Binance-Gründer Changpeng Zhao erwägt rechtliche Schritte gegen die US-Senatorin Elizabeth Warren, nachdem sie eine Reihe von Aussagen in den sozialen Medien gemacht hat, die er als falsch und verleumderisch bezeichnet. Die Kontroversen entbrannten nach der jüngsten Begnadigung von Zhao durch Präsident Trump, die mit einem früheren Vergleich des Justizministeriums in Bezug auf Compliance-Mängel verbunden war – nicht mit Geldwäsche oder Betrug, wie Warren angedeutet hat.
Senatorin Warren, eine führende Stimme gegen die Kryptowährungsindustrie, beschuldigte Zhao, einen Stablecoin mit Verbindung zu Trumps Kampagne zu finanzieren, und unterstellte, dass seine Begnadigung das Ergebnis von Lobbyarbeit und finanziellem Engagement war. Sie bezeichnete ihn als „verurteilten Verbrecher“ und ließ unangemessene Verbindungen zwischen Zhao und den Krypto-Ventures der Trump-Familie durchscheinen.
Zhao, der von diesen Vorwürfen frustriert ist, hat jegliche Anklagen wegen Geldwäsche öffentlich zurückgewiesen und klargestellt, dass seine rechtlichen Verfahren von Compliance-Problemen und nicht von kriminellen Aktivitäten herrühren. Er hat die ehemalige SEC-Anwältin Teresa Goody Guillen engagiert, um von Warren eine Zurückziehung der Aussagen zu fordern. Er ist bereit, mit einer Verleumdungsklage vorzugehen, sollten die Äußerungen nicht zurückgezogen werden.
Die rechtlichen Grundlagen für eine solche Klage sind komplex, da US-Gesetzgeber unter dem Speech and Debate Clause bestimmte Immunitäten für Äußerungen haben, die im Rahmen ihrer offiziellen Pflichten gemacht werden. Experten weisen jedoch darauf hin, dass dieser Schutz nicht notwendigerweise für Äußerungen in sozialen Medien gilt, was Spielraum für mögliche rechtliche Schritte lässt. Dennoch würde die Klage erhebliche Hürden überwinden müssen, einschließlich der Notwendigkeit, dass Zhao nachweist, dass Warren aus tatsächlicher Bosheit gehandelt hat.
Dieser Konflikt hebt die anhaltenden Spannungen zwischen Krypto-Führern und politischen Kritikern hervor, insbesondere da der regulatorische und politische Fokus auf digitalen Vermögenswerten weiterhin zunimmt. Die Auseinandersetzung verdeutlicht auch, wie soziale Medien zu einem Schlachtfeld für öffentliche Streitigkeiten zwischen hochkarätigen Persönlichkeiten aus der Technologie- und der politischen Sphäre geworden sind.
